von Astrid Stiefel
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31. Dezember 2025
"Du bist ein Freigeist", so hat mich eine liebe Freundin vor Jahren mal genannt und heute ist es mir spontan in den Sinn gekommen. Natürlich im Zusammenhang mit dem letzten Tag des Jahres 2025! Freigeister sind Menschen, die sich ihre eigenen Gedanken zu Themen, Situationen und auch Menschen machen, diese dann vertreten, unabhängig des Geredes anderer, Kurzfassung. Und ich mache mir heute mal Gedanken um andere Menschen. Um Menschen, die in mein Leben eingetreten sind, ohne dass ich sie direkt gesucht habe. Menschen, die den Kontakt suchen, weil sie irgendetwas von dir möchten. Das ist das natürlichste auf der Welt! Auch ich suche nur Kontakt zu Menschen, von denen ich irgendetwas möchte. Sonst gäbe es ja gar keine Motivation, bei jemanden anzuklopfen. Und oft machst du das bei wildfremden Menschen! Alle Menschen, die in der Dienstleistungsbranche arbeiten, also am Kunden, lernen täglich Menschen kennen, die in ihr Leben eingetreten sind, und sie in das der anderen. Und jeder dieser Menschen hinterlässt eine Spur! Mein Coach sagte mal: Man beeinflusst immer! Und das stimmt. Es sind oft nur kurze Momente, doch jeder weiß, die ersten Sekunden sind entscheidend, ob man sich mag oder nicht. Schon passiert es, dass man zu einer Eisdiele lieber geht als zur anderen. Nicht, weil das Eis besser ist, sondern weil man sich dort wohlfühlt. Dazu tragen natürlich auch die Menschen bei. Und man kann selbst bestimmen, ob man diese Menschen dann mehr Einblick in sein Leben gibt. Dann gibt es die Spezialisten, die man braucht, wenn man ein Problem lösen möchte. Früher hat man die „gelben Seiten“ aufgeschlagen, heute fragt man in den Social Medien nach Lösungen. Da hat sich der Spieß also gedreht: Nicht du suchst dir deinen Spezialisten, sondern die (vermeintlichen) Spezialisten melden sich zu Wort. Du musst nur noch sortieren. Das ist oft anstrengender und schwieriger, als früher aus den Werbeeinträgen zu unterscheiden. Schaut euch einfach die Posts an, bei denen jemand nach einem Ausflug fragt! Empfehlungen und Selbstdarstellung machen es schwer, einen Durchblick zu bekommen! Jeder dieser imaginären Menschen hinterlässt eine Spur. Trotzdem, einen wird man daraus kontaktieren und darauf hoffen, den besten für sich gefunden zu haben. Auch wir haben dieses Jahr wieder sehr vielen neuen Gästen unsere Wahlheimat etwas genauer zeigen dürfen und viele Freigeister kennengelernt. Denn durch unsere offensichtliche Art ziehen wir nur diese Menschen an. Es sind die täglichen Situationen, wo du neuen Menschen begegnest, und du für dich entscheidest, ob du jemanden etwas näher an dich lässt. Ich lasse ganz viele näher an mich ran, denn auch ich gehe ganz direkt auf fremde Menschen zu und versuche, dass sie mich näher in ihre keine Welt lassen, wenn ich das Gefühl habe, es sind interessante Menschen. Deshalb wäre es für mich eine Strafe, keine Kontakte mehr zu knüpfen, nur weil man dann natürlich auch Menschen näher an sich lässt, die sich dann als nicht kompatibel entpuppen. Nein, ich kann nicht immer entscheiden, wer in mein Leben tritt, aber ich entscheide, wie nah er an mich darf! Und es gibt ein paar Grundsätze, gegen die man nicht verstoßen darf. Diese haben sich aus meinen Erfahrungen ganz unbewusst entwickelt und entwickeln sich immer weiter. Und jeder hat so eine Art persönliche Pyramide. Ganz unten sind viele Menschen, die erst einmal grundsätzlich mit dir in Kontakt treten. Weiter oben sortiert man die aus, die „unsympathisch“ sind. Das macht unser Unterbewusstsein für uns und ich bin in der glücklichen Lage, diese Menschen konsequent aus meinem Leben sofort zu verbannen. Ich bin zu alt, um Zeit dafür zu verschwenden. Andreas sagt dann oft: „Aber das ist doch kein schlechter Mensch!“ Nein! Natürlich nicht. Ob uns jemand sympathisch ist oder nicht, hat gar nichts mit schlecht oder gut zu tun. Man kann ihn einfach nicht riechen, das ist keine logische Entscheidung. Nur meine Konsequenz daraus, erschreckt manchen. Noch weiter oben werden dann die aussortiert, die zwar erst einmal sympathisch waren, aber das „partnerschaftliche Gleichgewicht“ in Schieflage bringt. Sie ziehen zu viel Energie, ohne diese zurückzugeben. Früher sagte man, die sind vom Stamme „nimm“. Aber ich meine das nicht nur materialistisch, sondern auch idealistisch oder persönlich. Wer sich nur bei uns meldet, wenn er ein Problem hat, wer nur Einladungen annimmt, ohne selbst einmal einzuladen, wer sich Ideen klaut, ohne Ideen zu geben, egal in welcher Form, der wird aus meinem Leben verbannt. Das sind auch die Menschen, die uns nachahmen, auch wenn man das als Kompliment sehen sollte. Aber es sind keine Freigeister, sonst hätten sie eigene Ideen. Ganz klar bekommen diejenigen die rote Karte, die uns in irgendeiner Weise schaden. Auch da ist es unerheblich, ob materiell oder persönlich. Wer über uns redet, statt mit uns, wer falsche Informationen über uns verbreitet oder uns schlecht macht, der ist raus aus unserem Leben. Ganz klar, auch wir sind nicht Everybody's Darling! Auch wir sind vielen „unsympathisch“, was jedoch zur Folge hat, dass man uns gar nicht kennt! Schon ganz zu Beginn des Kontaktes aussortiert. Dann hat man auch keine Fakten, über uns zu lästern. Der Sympathie und Antipathie wird unbewusst gesteuert. Jetzt kommen wir schon ziemlich weit nach oben an die Pyramide. Die Freigeister, die mein Leben bunter machen. Mit denen man feiern oder weinen kann. Die dein Leben bereichern und denen du etwas gibst. Die für dich in irgendeiner Weise „Spezialisten“ sind. Das sind die, die man auch Freunde nennen kann. Auch da gibt es Zeiten, an denen es vorbei ist. Denn jeder Mensch macht eben täglich Erfahrungen, und manchmal schließen die einen die anderen aus. Das ist nicht schlimm. Man muss es nur erkennen und stoppen, wenn das Gleichgewicht nicht mehr passt. Ja, und wer ist denn dann an der Spitze der Pyramide? Ganz oben ist bei mir mein Lebenspartner, mein Schatz Andreas. Er ist der Mensch, der den Energiehaushalt auch für andere mit ausgleichen muss. Er hilft mir, meine Erfahrungen etwas objektiver zu sehen, weil er ja anders tickt als ich. Und manchmal haben wir auch andere Werte, dann hat man halt eine kleine Schnittmenge an Menschen, die nur mit einem zu tun haben. Wir sind ja Partner, keine siamesischen Zwillinge. Aber, auch wenn viele glauben, wir wären uns sehr ähnlich, ist es doch so, dass wir uns wie ein Puzzle prima ergänzen. Doch auch das verändert sich stets und man muss aufpassen, dass das Gleichgewicht bleibt. Man nennt das, an einer Partnerschaft arbeiten. Das tun wir! Mal Andreas mehr, mal ich mehr. Unsere Waage ist ausgeglichen. Und das ist schön. Jetzt fragt ihr euch, wo die Familie steht? Gar nicht in der Pyramide. Familie sind keine Freunde. Familie ist Familie. Wie sieht eure „Kontaktpyramide“ aus? Vergesst nicht: Ihr bestimmt, wer in eurem Leben eine Rolle spielt! In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!